Nachhaltig Kochen – Teil 1

Nachhaltig Kochen – Teil 1

Gleich vorweg, das Projekt ist noch nicht beendet. Corona hat uns hier einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber das jetzige erschreckende Ergebnis möchten wir schon mal verkünden.

Das Projekt sieht vor ein Gericht zu kochen, einmal mit Zutaten aus dem Discounter und das selbe noch einmal mit Zutaten bei denen wir uns vorher über Gesundheit und Nachhaltigkeit informiert haben.

Wir wollten erfahren, ob es möglich ist, Plastik zu vermeiden, und ob nachhaltiges Kochen wirklich teurer sein muss.

Wir haben uns für ein klassisches Gericht entschieden – Spaghetti Bolognese -, die Zutaten notiert und haben sie im Penny hier im Ort gekauft.

Zugegeben, wir haben möglichst darauf geachtet, so schlecht wie möglich einzukaufen. Bei vielen Zutaten hatten wir aber auch gar keine andere Möglichkeit als Plastikgebinde zu kaufen. Auch auffällig war, dass wir meistens mehr einkaufen mussten, als wir eigentlich benötigen. So gab es den Knoblauch nur im 3-Knollenpack im Kunststoffnetz, oder die Möhren im 2,5kg Kunststoffsack. 4 Möhren hätten uns gereicht. Hier besteht schon mal die große Gefahr der Lebensmittelverschwendung.

Als Alleinlebende scheint es schon so, dass es nicht ohne weiteres möglich ist, sich abwechslungsreich zu ernähren, da die Großpackungen so zügig wie möglich zu verbrauchen sind.

Mit allen Zutaten bewaffnet machten wir uns ans Kochen. Zusammen kochen konnten wir wegen Corona nur unter freiem Himmel. Und so haben wir aus der Not eine Tugend gemacht und haben die Lagerküche genutzt.

Leider ging uns, während die Nudeln vor sich hinköchelten, das Gas aus und es gab keine Ersatzflasche mehr. Ein Pfadfinder lässt sich jedoch davon nicht abbringen, sondern sondiert seine Möglichkeiten. Der Hausmeister war leider nicht erreichbar, so dass wir die Feuerschale aus der Garage holten und trockenes Holz mehr schlecht als recht entzündeten.

Überrascht stellten wir fest, dass das Essen damit schneller fertig wurde als mit den Gaskochern, was bei erneutem Blick auf die Gaskocher, aber auch nicht verwunderlich war, da diese nur 15 Watt haben.

Die Nudeln waren nun aber verkocht, da alles zu lange gedauert hatte und sie im heißen Wasser gut durchgezogen waren. 

Die Bolognese war auch nicht gerade lecker und der Speck war zu grob gewürfelt, aber der Parmesan aus der Tüte konnte zum Verfeinern genutzt werden. Aber nach gut einer Stunde Kochen und Improvisieren waren wir allein vom Duft hungrig genug gewesen, damit wir alles aufgegessen haben.

Die Plastikverpackungen haben wir gesammelt und zu einem Bild zusammen gestellt, um es mahnend an die Wand zu hängen. Schon sehr erschreckend wie viel da zusammen kam.

Und wenn wir uns endlich wieder am Gemeindehaus treffen können, werden wir uns auch an Teil 2 – das Nachhaltige einkaufen wagen.

Gut Pfad, die Pfadis

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