Diözesanlager der Wölflinge

Diözesanlager der Wölflinge

Unter dem Motto “Jeder Tag ein Abenteuer” fuhr die Wölflingsmeute unseres Stammes in froher Erwartung am 24.07.81 nach Rüthen auf den Eulenspiegel-Berg.

Hier gedachten wir ein zehntägiges Lager besonderer Art mit vielen anderen Wolflingsmeuten (200 Teiln.) aus der Diözese Paderborn zu verbringen. Fast alle Wolflingsmeuten hatten, wie wir, auch behinderte Kinder unter den Teilnehmern.

Als erstes Abenteuer erschienen uns die vielen Sonnenstrahlen am Anreisetag. So konnten wir in Ruhe unsere Zelte aufbauen, alle Kinder halfen fleißig mit.

Abenteuerlich war das Holzholen, Sägen, Nageln, Knotenknüpfen für Tische, Bänke und Regale.
Für das Lagerparlament wählte die Meute zwei Wölflinge, die unsere Meinung im Lagerrat vertraten und unsere Vorschläge zum Gelingen des Lagers vortrugen.

Außerdem bildeten sich drei Gruppen (Rudel): “Häringsziehbande”, “Sechs Freunde” und die “Rüthengeister”. Angeregt durch die herrliche Gegend mit Wald und Wiesen fanden die Kinder eine schöne Spielidee: “Das große Wölflings-Wald-Spiel-Abenteuer (WWSA)”. Zu diesem Abenteuer bauten sie im Wald eine Hütte, fertigten Kleidung und Girlanden aus Farnkraut und Blumen an, bastelten Masken aus Baumrinde und sammelten Pflanzen und Kräuter für Salate und Tee zum Abschlußfest. Das Abschlußfest wurde bis in die Nacht gefeiert und fand sein Ende in einer Nachtwanderung zur “Alten Kiefer”.

Auch der Küchendienst machte den Kindern viel Spaß. Sie halfen mit beim Zubereiten, Kochen, Spülen und Abtrocknen.
Beim Zusammentreffen aller Wölflinge des Lagers in einigen Morgen- und Abendrunden wurden Gedanken ausgetaucht, gemeinsam gesungen, gebetet und gespielt.
Den Lagerabschluß bildete der große Wald-Spiel-Wettbewerb. Einen ganzen Tag lang konnten die Gruppen, auch mit ihren behinderten Kindern, an einzelnen Stationen für guten Geruchssinn, Schnelligkeit oder Geschicklichkeitspunkte sammeln. Ganz Mutige konnten sich von einer ca. 30 Meter hohen Tanne, unter dem geistlichen Beistand des Diözesankuraten, abseilen lassen.

Am Abend fand nach einer Messe, in der wir noch einmal unsere schönsten Erlebnisse schilderten und ein großes Netz knüpfen, am großen Lagerfeuer die Siegerehrung und Urkundenverleihung statt.
Mit Würstchenessen, Tanzen und Singen klang der letzte Tag aus.

Als die Abreise bevorstand wären wir gerne noch länger geblieben. Dieser Wunsch wurde aber von heftigen Regenfallen weggespült.

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